Die Verlorenen
Eine Suche nach sechs von sechs Millionen

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31.08.2010

Als Daniel Mendelsohn ein kleiner Junge war, begannen ältere Verwandte zu weinen, wenn er ein Zimmer betrat – so sehr ähnelte er seinem Großonkel Shmiel, der «von den Nazis ermordet» worden war. Mehr erfuhr Mendelsohn nicht über den Onkel, der mit seiner Frau und vier Töchtern in dem ukrainischen «Schtetl» Bolechow geblieben war, nachdem sein Bruder, Mendelsohns Großvater, nach Amerika ausgewandert war. Schon immer fasziniert von der Geschichte seiner Familie, machte er sich 2001, nachdem er auf alte Briefe aus Bolechow gestoßen war, auf die Suche, um herauszufinden, was mit Shmiel und seinen Angehörigen geschehen war. Das Ergebnis ist ein sehr persönlicher Bericht, ein Versuch, ganz neu über den Holocaust zu schreiben, der unter all den Schichten der Überlieferung nicht mehr zu erfassen zu sein scheint, und zugleich eine «Legende von Nähe und Distanz, Intimität und Gewalt, Liebe und Tod». Mit diesen Worten beschreibt Mendelsohn die biblische Geschichte von Kain und Abel – parallel zu seiner eigenen Erzählung erzählt er die Schöpfungsgeschichte wieder, mit ihren ewigen Themen des Ursprungs und der Familie, der Versuchung und des Exils, des Bruderverrats, der Schöpfung und Vernichtung.
«Ein gewaltiges Werk. Ein neuer Weg, eine Geschichte zu erzählen, die wir zu kennen glaubten.» The New York Times Book Review
«Eines der überzeugendsten, der menschlichsten Bücher, das je über den Holocaust geschrieben wurde.» L’Express

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