Hannis Äpfel
Gedichte aus dem Nachlass

Trennlinie

07.02.2021

Die späten Gedichte von Kurt Marti drehen sich um die »letzte Zeit auf Erden«: Altersgebrechen, das Fehlen der Geliebten, Warten auf den Tod. Aphoristisch knapp, sprachspielerisch und lakonisch sind Martis Verse. Er betrachtet, wundert sich, denkt nach, klopft die Wörter ab.

Auch im Langgedicht »Hanni«, das der Dichter für sich und seine Nächsten schrieb, hadert er nicht mit dem Tod. Er hadert mit dem Verlassensein. Und tröstet sich damit, dass der Geliebten wenigstens dieses erspart blieb. »Hanni« ist ein berührendes Zeugnis einer lebenslangen Liebe, voller »Zärtlichkeit und Schmerz«. Hier findet die persönliche Erfahrung eine gültige, offene Form.

 

Eine Trenninie

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