Literarische Hühner

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30.03.2018

Kann es sein, dass Hühner sehr viel menschlichere Züge haben, als wir bislang dachten? Oder ist es etwa andersherum: Wir gleichen den Hühnern, mehr als wir je vermutet haben? Beth Moon hat über 50 Hühner fotografiert und diese Porträts Texten der Weltliteratur gegenübergestellt. Das Ergebnis ist verblüffend, denn plötzlich sehen wir in dem Gockel, der selbstgefällig seinen Kopf zurückwirft, damit sein Federkranz noch deutlicher sichtbar wird, einen Dandy von Oscar Wilde oder in dem braven, etwas schüchtern anmutenden Huhn eine Figur aus einem Roman von Jane Austen. Anmutig, filigran, zum Teil skurril und verwegen scheinen verschiedenste Charaktere durch Beth Moons Fotografien: Ob Machiavellis Fürst, der Graf von Monte Christo, Dr. Jekyll und Mr. Hyde und viele mehr. Aber auch wenn wir alle Doppeldeutigkeiten beiseitelassen, offenbaren die Bilder doch eines: dass jedes einzelne Huhn eine ganz eigene Persönlichkeit ist.

50 schwarz/weiß Porträts von Hühnern • mit literarischen Texten von Oscar Wilde, Jane Austen, Emily Brontë, Honoré de Balzac, Marc Twain, Machiavelli u.v.a. 

 

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