Museum der Unerhörten Dinge

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Ein wunderbares Mitbringsel für alle Sammlerinnen und Sammler, für Museumsleute und Konservatoren aller Art, ist das im Klaus Wagenbach Verlag erschienene rote Büchlein «Museum der Unerhörten Dinge». Roland Albrecht, gelernter Fotograf mit medizinischer Zusatzausbildung, Direktor des gleichnamigen kleinen Museums, beschreibt zum Beispiel zwei Teile der Schreibmaschine, auf der Walter Benjamin seinen berühmten Essay «Das Kunsthandwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit» geschrieben hat. Die beiden Teile sind im Buch reproduziert und bilden zwei der besonderen Exponate des Museums. Dazu Albrecht: «Unerhört sind die Exponate bis zu ihrem Einzug ins Museum: Diesen übersehenen und unbeachteten Dingen widme ich mein Ohr, lasse sie reden, schweigen, schimpfen, anklagen, gebe ihnen meine frei schwebende Aufmerksamkeit – unvermutet beginnen sie plötzlich zu erzählen, meist ungeheuerliche Geschichten, unglaubliche Erlebnisse, unwahrscheinliche Ereignisse. Dies nun Erhörte protokolliere ich und überprüfe es auf Stimmigkeit und innere Plausibilität. Es ist jedoch nicht so, dass die Dinge immer die Wahrheit erzählen, sie geben an, übertreiben und setzen sich in ein besseres Licht, selbst Lügen sind nicht ausgeschlossen.» Auf dem roten Umschlag aus Leinen steht in weisser Schrift: «Dieser Mann findet Antworten auf Fragen, die die Welt nicht kennt». So ist es!

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