Cowboy Klaus und der fiese Fränk

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10.02.2010

Schwarze Rauchwolken steigen in den roten Himmel der Prärie. Sie haben die Umrisse eines gemein grinsenden Banditen. Das Indianertelefon meldet: «Der fiese Fränk ist unterwegs.» Grün vor Angst beobachtet Cowboy Klaus die Rauchzeichen. Sein Hut ist grösser als er selbst, zwei blitzende Kulleraugen spähen darunter hervor. Eine Wolldecke klemmt unterm Arm, Pferd oder Revolver hat er nicht. Aber so schnell gibt er nicht auf, denn schliesslich muss er seine Oma von der nächsten Postkutschenstation abholen. Auch das neue Buch des Künstlerpaares Eva Muszynski (Text) und Karsten Teich (Bilder und Text) ist rundum gelungen. Cowboy Klaus ist nicht heldenhaft stürmisch, wie in Western üblich. «Diese Männerwelt eignet sich ausgezeichnet, um Klischees vom ‹Mannsein› zu beleuchten», sagt Karsten Teich im Gespräch. Besonders Jungen, die ihr erstes Buch ganz alleine lesen wollen, werden davon begeistert sein. Aber auch alle anderen werden Spass haben, denn die Erfinder von Cowboy Klaus geben zu: «Unsere Figuren und Geschichten gehören in die Welt der Kinder, nicht weil wir ihnen ‹etwas geben wollen›. Vielmehr haben wir uns wohl immer gesträubt, diese Welt ganz zu verlassen. Im Idealfall ist der Zeichentisch unsere Sandkiste.»

Eine Trenninie

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