Der Narr und das Mädchen

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01.03.2011

Die britische Autorin Celia Rees ist bekannt für ihre mitreissenden und gut recherchierten historischen Abenteuergeschichten. In ihrem neuen Buch « Der Narr und das Mädchen» entführt sie uns in die Welt des Theaters Ende des 16. Jahrhunderts. Eine der Hauptfiguren, die wirklich gelebt haben, ist einer der berühmtesten Dichter überhaupt, William Shakespeare. Doch damals kämpfte er mit einem Schreibstau und suchte verzweifelt nach Ideen für ein neues Stück. Eines Abends trifft er auf das Strassenkünstlerpaar Violetta und Feste. Als er ein kurzes Gespräch mit ihnen führt, merkt er, dass die beiden ein Geheimnis verbergen. Er freundet sich mit ihnen an, in der Hoffnung, ein neues Theaterstück zu gewinnen. Seine Hoffnung wird erfüllt: Violetta vertraut ihm an, dass sie die Tochter des Herzogs von Illyrien ist, doch der wurde mitsamt seiner Frau und noch weiteren Menschen umgebracht. Nun herrscht der bösartige Onkel Sebastian über Illyrien, von dem Violetta und ihr Freund, der Narr Feste, flüchten mussten. Bevor er den Stoff jedoch bekommt, muss er Violetta helfen, die wertvolle Reliquie von Illyrien zurückzuholen, die der hinterlistige Priester Malvolio gestohlen hatte, damit sie und der Sohn von Sebastian, der ebenfalls im Exil lebt, als rechtmässige Herrscher nach Illyrien zurückkehren können. Nach bestandenem Abenteuer setzt sich Master Shakespeare, wie er damals genannt wurde, hin und schrieb die ebenso abenteuerliche Geschichte von Violettas Eltern auf – nachzulesen in der Komödie «Was ihr wollt». Mir hat das Buch sehr gefallen, denn die Idee, ein Theaterstück mit einer Geschichte zu verstricken finde ich toll. Fasziniert hat mich auch, dass man einen tiefen Einblick in das historische London des elisabethanischen Zeitalters bekommt und vor allem, dass Violetta eine mutige, unbeirrbare weibliche Hauptfigur ist, die macht was sie für richtig hält.

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