Lauf, Junge, lauf

Trennlinie

28.02.2004

Jurek heisst eigentlich Srulik und ist 8 Jahre alt, als er eines Tages im Ghetto von Blonie seine Mutter verliert. Das Buch beschreibt – basierend auf den Erlebnissen des 1943 geborenen Joram Friedman – die Flucht aus dem Ghetto und die Überlebensgeschichte eines jüdischen Jungen bis nach Kriegsende. Jurek findet bei der polnischen Bevölkerung wie bei den deutschen Soldaten Leute, die es gut mit ihm meinen, aber auch Menschen, die ihn verraten. Er legt sich eine neue Identität zu und lernt, wie man sich in der christlichen Kultur zu jener Zeit verhalten muss (Gruss- und Tischgebet, Bekreuzigung) und was man als Jude sicher nicht tun darf (sich „unten ohne“ zeigen). Das alles macht er so rigoros, dass er am Ende des Krieges selber nicht mehr weiss, wie er eigentlich heisst und wer er ist. Ein Zeitdokument, das nicht nur Jugendlichen zu empfehlen ist.

Eine Trenninie

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