Bel Veder

Trennlinie

01.10.2018

Herbst 1946. Der greise Besitzer eines seit Jahrzehnten leerstehenden Grandhotels in den Bergen des Berner Oberlands verschwindet spurlos und wird für tot erklärt. Seine Enkelin Eleanor reist gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester aus Baltimore an, um das Erbe anzutreten. Im abgeschiedenen Hotelpalast trifft sie auf weitere, ihr bis dahin unbekannte Familienmitglieder. Die Zweckgemeinschaft richtet sich bis zur Testamentseröffnung in den leeren Räumen ein und träumt von wiedererweckter Grandezza. Doch Eleanor fühlt sich in der fremden Umgebung zunehmend bedroht. Die Bergwelt ist ihr unheimlich, die verlassenen Zimmer und verwinkelten Gänge des riesigen Hauses verunsichern sie: Ist das alte Gebäude wirklich so verlassen, wie es scheint? Als ein furchtbarer Unfall geschieht und der unerwartet hereinbrechende Schnee das Hotel von der Aussenwelt abschneidet, eskaliert die Situation.

 

Raffiniert arrangiert der Autor die Motive und Stilelemente der klassischen Schauerliteratur zu einem atmosphärisch dichten, packenden Roman, der garantiert keine Gute-Nacht-Geschichte erzählt.

Eine Trenninie

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