Das Recht auf Rückkehr

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23.08.2009BETTINA SPOERRI

Leon de Winters Science-Fiction-Phantasie von Israel im Jahre 2024 ist so unrealistisch nicht, auch wenn derzeit die Politik von Hardlinern in eine andere Richtung weist: 2024 ist Israel in dem neuen Roman – genau gesagt: dem Thriller – des holländischen Autors ein winziges Land geworden, auch Jaffo im Süden Tel Avivs ist teilweise von Palästinensern übernommen. In einem solchen Nahen Osten lässt de Winter den Antihelden Bram Mannheim verzweifelt seinen Sohn Bennie suchen; dieser verschwand als Vierjähriger eines Tages spurlos, als die Familie in den USA lebte. Nach mehr als fünfzehn Jahren hat Bram, der danach allein nach Israel zurück kehrte – die Ehe mit Bennies Mutter zerbrach an dem Verlust –, plötzlich wieder Hoffnung, dass der Sohn doch noch leben könnte. Denn seither hat er sich auf die Suche verschollener und entführter Kinder spezialisiert und erhält eines Tages einen entsprechenden indirekten Hinweis. Aber die Weltpolitik hat sich mittlerweile zwischen Vater und Sohn gestellt, sie wären sich so fremd wie zwei Todfeinde ... Leon de Winters «Das Recht auf Rückkehr» ist eine spannende Lektüre, ein Polit-Thriller mit vielen atmosphärischen Details – und einigen überraschenden Schauplätzen.

Eine Trenninie

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