Finsteres Glück

Trennlinie

21.08.2010BETTINA SPOERRI

Die Psychologin Eliane wird spät abends ins Krankenhaus gerufen, um einen achtjährigen Jungen zu betreuen, der gerade mit viel Glück einen Autounfall überlebt hat. Doch in dem Wagen sassen seine Eltern und seine Geschwister, die jetzt alle tot sind. Noch befindet sich Yves im Schockzustand, aber es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis er weiss, was er verloren hat. Eliane spürt, dass sie sich in diesem Fall nicht professionell abgrenzen mag und engagiert sich immer stärker für die Betreuung des Jungen – allerdings muss sie dabei gegen den Willen seiner Verwandten kämpfen und zuerst auch noch gegen das Unverständnis ihrer beiden Töchter, die sie alleine erzieht, seit sie sich von ihrem zweiten Mann getrennt hat. Mit viel Menschenkenntnis erzählt Lukas Hartmann in dem Roman, der auf genauen Sachrecherchen basiert, von der Trauerarbeit eines traumatisierten Jungen, den widersprüchlichen Gefühlen und uneingestandenen Sehnsüchten einer älteren Mutter – und dem Wunsch nach Geborgenheit, den auch Erwachsene noch immer in sich tragen.

Eine Trenninie

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