Ich verfluche den Fluss der Zeit

Trennlinie

06.09.2009CORNELIA SCHWEIZER

Atmosphärisch licht und melancholisch grundiert funkelt er, der neue Roman von Per Petterson. Ruhig und kraftvoll fängt er Glück und Flüchtigkeit des Lebens ein. Worum geht es? Als Arvids Mutter im November 1989 erfährt, dass sie Krebs hat, beschließt sie, noch einmal ein paar Tage in der Heimat, in ihrem Sommerhaus auf Jütland zu verbringen. Arvid, der schon immer das Sorgenkind der Mutter gewesen ist und nun vor der Scheidung steht, reist ihr Hals über Kopf nach. In raffinierten Rückblenden erzählt der Roman eine Geschichte von Mutter und Sohn, Alter und Jugend, Kränkungen und nachgetragener Liebe. Wo den Figuren die Worte fehlen, beschreibt Per Petterson in dichter Sprache und unvergesslichen Szenen, was sie bewegt. Und lässt Existenzielles aufleuchten.

Eine Trenninie

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