Überall ist leicht zu verpassen
Eine ziemlich philosophische Geschichte

Trennlinie

Das Mädchen irrt über die Welt. Es sucht eine Hilfe. Doch der Wolf und der starke Stier wissen auch nicht weiter. So gehen sie gemeinsam zur großen Frau. Die hat auch keine Hilfe. Aber da sie jetzt schon zu viert sind, brauchen sie auch gar keine mehr. Stattdessen fahren sie nach Paris, feiern Weihnachten und gehen auf den Maskenball. Sie erzählen sich gegenseitig davon und denken zuweilen auch über alles nach.

Jürg Schubigers Geschichten hatten schon immer einen Hintersinn und doppelten Boden. In diesem kleinen aus den Erfahrungen eines langen Lebens schöpfenden Roman fügt sich die Welt zu einer ganzen scheinbar leichthin erzählten Philosophie zusammen: vom Leben, in dem hilflos ist, wer allein ist, und das immer nur hier und endlich ist – denn wenn es überall und ewig wäre, wäre es allzu leicht zu verpassen.

Jutta Bauer hat Mädchen, Wolf, Stier und große Frau in eindrucksvollen archetypischen Bildern festgehalten.

Eine Trenninie

Alle Buchtipps in der Kategorie: Romane & Erzählungen