Wässerwasser

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19.12.2009

Der Hauptdarsteller dieses besonderen Zukunftskrimis von Urs Augstburger ist Wasser: als kleiner Fluss, unterirdischer See, rettender Regen, reißende Schlammflut und unberechenbarer Gletscher. Wir befinden uns im Jahre 2041. Und wenn wir Glück und Geld haben, können wir uns einen Bungalow im «Eden Resort» in den Walliser Alpen leisten. Um uns glüht die Landschaft, die zur Savanne ausgetrocknet ist. Die vorausgesagte Klimakatastrophe ist eingetreten. Die Besitzer von Eden können mit einem privaten See und einem ausgeklügelten, traditionellen Bewässerungssystem ein angenehmes Leben garantieren. Doch dann erreicht sie ein Erpresserbrief. Entweder sie öffnen ihre Schleusen und geben an die Erpresser Wasser ab, oder der Wald von Eden wird angezündet. Der Wettlauf beginnt. Kann rechtzeitig der unterirdische See im Berg gefunden werden? Augstburgers vorherigen Romane «Schattwand» und «Graatzug» spielten bereits am selben Ort. Aber «Wässerwasser» kann auch gut alleine gelesen werden. Man trifft nun auf die Kinder und Enkelkinder. So unterschiedlich wie die Figuren sind, reagieren sie auf die Natur. Der eine sieht im grünen Licht die Ahnen aufschimmern, der andere ein verirrtes Polarlicht, das erforscht werden muss. Faszinierend ist der Abstieg ins «schwarze Herz des Gletschers». Doch diese Szene spielt nur im Rückblick. Denn in der Zukunft von 2041 gib es im Wallis keine Gletscher mehr.

Eine Trenninie

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