Als sei ich von einem anderen Stern
Jüdisches Leben in Montréal

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19.03.2011

«Als sei ich von einem anderen Stern» dokumentiert die Lebenswege von deutschsprachigen Überlebenden des Holocaust und deren Nachkommen, die sich in Montréal niedergelassen haben. Im Mittelpunkt der erzählten Lebensläufe stehen Fragen zu Flucht und Exil, zu Geschichte und kultureller Identität und die Frage nach dem Verhältnis zur deutschen Muttersprache. In den Erzählungen der Porträtierten hat sich der ins Exil gehende Jude nicht nur als ein Verbannter, der vertrieben wurde, gezeigt. Sondern auch als ein Forscher und Kundschafter, der sich als Mensch ständig im Umbruch befindet. Jüdische Identität wird so zu einer im Exil beherbergten Identität, die sich immer im Fluss befindet. Die Lebensgeschichten von acht Menschen, die zwischen 1921 und 1973 in Deutschland geboren wurden, geben Einblick in sehr unterschiedliche Überlebens- und  Vertreibungsgeschichten. Hier ist ein generationenübergreifendes Buch entstanden, das vom assimilierten bis zum Thorajudentum Einblick in die Vielfalt jüdischen Lebens gibt. Es macht Widersprüchlichkeiten und Tabus sichtbar, mit denen deutschsprachige jüdische Menschen in Montreal gelebt haben und es weiterhin tun. Verena Stefan und Chaim Vogt-Moykopf haben die Gespräche geführt mit: Judy Rosenberg; Ellen Joachim; Leo Rosshaendler; Ursula  Feist; Sessi Jakobovits; Ruth Perlstein; Jack und Elke Perlstein.

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