Görlitz. Schicht um Schicht
Spuren einer Zukunft

Trennlinie

28.01.2005

Auf den Spuren der Grenzstadt Görlitz, heute die östlichste deutsche Stadt, lag vor dem Zweiten Weltkrieg im ungeteilten Schlesien, 1945 wurde die deutsch-polnische Grenze neu entlang der Neisse – und damit mitten durch die Stadt hindurch – gezogen. Aus der Hälfte im Osten wurde Zgorzelec. Michael Guggenheimer besuchte die Stadt, in der seine jüdische Mutter aufgewachsen war, dann aber mit ihrer Familie 1933 vor den Nazis fliehen musste, zum ersten Mal 1993; von da an liess ihn die Stadt nicht mehr los. Er kehrte immer wieder, und heute kennt er Görlitz sehr wahrscheinlich besser als mancher Görlitzer. Er schildert seine Suche nach den Spuren seines Grossvaters in der Stadt, doch bald weitet er seinen Blick aus und erforscht die Vergangenheit, die Gegenwart und vor allem auch die mögliche Zukunft der Stadt, die seit Mai 2004 nicht mehr an der EU-Aussengrenze liegt. Sein Buch erzählt so nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch eine Stadtgeschichte – und von Menschen, die über Grenzen hinaus zu denken und zu leben versuchen.

Eine Trenninie

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