Höhen, Tiefen, Zauberberge
Literarische Wanderungen in Graubünden

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24.08.2004BETTINA SPOERRI

In den Kanton Graubünden, insbesondere ins Engadin, kamen und kommen immer noch viele Schreibende – zur Kur oder einfach, um sich von der Stadt zu erholen. Die einerseits weiche, andererseits sehr wilde Berglandschaft hat sie zu Texten inspiriert, in denen die Natur Graubündens zum prägenden Hintergrund oder aber gar zur Hauptperson wird. In 26 «LiteraTouren» stellen Autorinnen und Autoren, Journalisten und Journalistinnen wie Köbi Gantenbein, Vincesco Todisco oder Margrit Sprecher Wanderrouten vor, die zu Orten respektive an Orten vorbei führen, die literarische Schauplätze geworden sind. Textsammlungen zum Engadin gibt es bereits einige - das Spezielle an dem Band «Höhen, Tiefen, Zauberberge», den der Bündner Journalist und Autor Andreas Bellasi herausgegeben hat, ist aber, dass man ihn nicht nur als Lese-, sondern aufgrund der genau beschriebenen Routen auch als Wanderführer benützen kann. In den kurzen Texten zu jeder Route wird die Prosa von u.a. Thomas Bernhard, Niklaus Meienberg, Hans Boesch oder Wolfgang Hildesheimer zitiert, paraphrasiert und mit relevanten Informationen ergänzt, wobei natürlich Klassiker wie Johanna Spyris «Heidi» (Schauplatz: Maienfeld), Thomas Manns «Zauberberg» (Davos), Cla Bierts «Die Wende» (Scuol-Scarl im Unterengadin) oder etwa Leo Tuors «Giacumbert Nau» zur Greina nicht fehlen. Ein spannendes Buch für Kopf und Beine!

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